Eine Welpe zieht ein

So fing alles an

Amely'S letzte Minuten im alten zu Hause. Dann ging's von Bayern nach Sachsen!

Hurra, Amely war 10 Wochen alt. Endlich durften wir Sie beim Züchter abholen. Zum Glück wusste ich noch von unserem früheren Hund Paul, dass die ersten Monate seeeeehr anstrengend sein können.  Vorbei war es die ersten Wochen mit der ungestörten Nachtruhe. Da ging man früh nicht gestylt auf Arbeit. Statt Lidschatten gab es da schon 'mal dicke Augenringe. 


 

Nun, und auch ansonsten ging es im Haus recht turbulent zu. Amely liebte es, Toilettenpapier im Haus zu verteilen oder mit den Rollen wahre Kämpfe auszutragen. Wow, ist schon unglaublich, wie dekorativ die Fetzen dann im Haus verteilt waren.


Sie hatte überhaupt ein Faibl zur Deko. - Und fand es dann so gar nicht cool, wenn wir Menschen sie dafür nicht noch lobten! Sie hatte sich so viel Mühe gegeben, den Blumentopf im Treppenhaus auch wirklich perfekt in die Einzelteile zu zerlegen und auch noch so, dass Pflanzenteile und Erde wirklich toll von oben bis unten im ganzen Treppenhaus zu verteilen. Und Frauchen hattte auch extra noch die Wohnzimmertür aufgelassen. Da passten doch auch noch Erdkrümel hin. Voller Stolz präsentierte sie mir bei meiner Rückkehr ihr "Kunstwerk" und konnte so gar nicht verstehen, dass es kein überschwengliches Lob gab.

 

 

 

Bei der Gartenarbeit!

 

Stattdessen ging es mit Besen, Schaufel und Staubsauger an die Beräumung der "Hausdeko".  Aber da hatte ich ja schon wieder soooo interessante Sachen für Amely herzugeholt. So fix konnte ich nicht gucken, wie Amely mit dem Handfeger in den Garten sauste. Für Besen und dergleichen hatte Amely ja eine besondere Vorliebe. Da hatten wir ja in der ersten Zeit in einschlägigen Geschäften für eine Umsatzsteigerung in diesem Bereich gesorgt.

 

So ein Goldie-Welpe ist ja auch ein "begnadeter Gärtner".  Amely fand ja unsere Wege äußerst verbesserungswürdig in puncto Gestaltung. Die waren ja soooooooo eben. Ein paar Löcher, fand sie, wirken doch gleich viel erlebnisorientierter.  Ja, und warum Frauchen selbst die Pflanzen für die Pflanzkästen austopfen lassen. Das kann so ein Goldie schon viel besser.  Und wie stolz rannte Amely mit hoch erhobenen Puschelschwanz  und Pflanze im Maul durch den Garten. - Richtig triumphierend. Und keine Frage, Blumentöpfe kann man hervorragend zerkauen. Toll geeignet sind da aber auch Wassereimer!!!!!

 

Und nicht zu vergessen die Nächte, in denen ich müde und frierend im strömenden Regen auf der Wiese stand und wartete, dass mein kleiner Liebling ihr "Geschäft" verrichtet. Und dann wurde noch in höchsten Tönen gelobt: "Ja, feeeeein! Guuuuuuuuuute Amely!" (Der Schadenfreude meiner Nachbarn konnte ich mir da jedenfalls Gewiss sein!)


Und, sind Sie immer noch überzeugt, dass ein Goldie Ihr neues Familienmitglied werden soll? - Ja? Dann darf ich Ihnen versichern, Sie haben ein Familienmitglied fürs Leben gefunden, der Ihnen uneingeschränkte Liebe und Zuneigung entgegenbringt. Er dankt Ihnen Ihre Liebe und Geduld mit Treue - ein Hundeleben lang!

 

Vielleicht wird es ja ein "Goldie vom Gerungswald"?